New Orleans ist berühmt für Voodoo, dessen einzigartige Wohnhaus-Architektur aus der Kolonialzeit, für die kreolische Küche, gilt als Wiege des Jazz und war zuletzt 2005 ganz groß in den Schlagzeilen. Damals als Hurricane Katrina New Orleans beinahe dem Erdboden gleich gemacht hätte. 350.000 Menschen leben derzeit in der Hauptstadt von Louisiana, die seit Juni keine tägliche Tageszeitung mehr hat. Vor der Naturkatastrophe waren es doppelt so viele Einwohner. Die, die es sich leisten konnten zu flüchten sind nicht mehr zurück gekommen. Die Anderen sind geblieben und der Rest ist nicht mehr. Die Beerdigungen finden hier übrigens wegen des sumpfigen Bodens nicht unter-, sondern oberirdisch statt. Die Kriminalitätsrate ist trotz halbierter Bevölkerung gleich geblieben. Deswegen auch die vielen Jazz Funerals, die singend und tanzend gefeiert werden. Ideale Voraussetzungen also um mit meinen Spezis Michael, Werner und David (in sitzender Fotoordnung von links nach rechts) bei Ice-Tea und Abita-Bier die Geheimnisse dieser Stadt zu ergründen. Bei einer Swamp-Tour durch das Alligatorgebiet, wo unser Guide die Viecher fast ins Boot springen hat lassen, einer kostenlosen Burlesque-Show und einer Treehouse-Party mit den Hippies und Musikern dieser Stadt, haben wir den Stehaufmanderl-Geist live mitbekommen. Es geht immer weiter. Außerdem passt New Orleans irgendwo in die französische Kolonial-Tradition meiner Reise. 1718 von den Franzosen gegründet, hat Napoleon 1803 alles westlich vom Mississippi an die USA verkauft und so ist es geblieben. Zwischenzeitlich waren auch die Spanier da, die im Frieden von San Ildefonso das Gebiet wieder an Frankreich zurück gegeben haben. Wem jetzt das Wasser im Mund zusammen läuft, richtig - diese eine Nougat-Spezialität heißt auch `Ildefonso´ und ist seit 2000 wieder im österreichischen Manner-Besitz. Aber das ist eine andere Geschichte. Nur die süße Reisezeit hat jetzt ein Ende. New Orleans ist meine letzte Station. 520 Jahre nach Columbus und der Entdeckung von AMERICA ziehe ich meinen (neu gekauften) Hut und sage `Chapeau´, `Good Bye´ oder ganz einfach `I like it´! Teilweise habe ich mir auch gedacht das Schönste an der amerikanischen Flagge sind die rot-weiß-roten Streifen, aber irgendwie stimmt das grad nicht. Muss wohl am Voodoo liegen..
2012/07/04
2012/06/27
Don´t mess with Texas
Nach einem knapp 3-stündigen Flug von Toronto nach Tampa in Florida bin ich jetzt im Süden der USA gelandet. Wunderbar getimed haben mich Ph.D. Christoph und MA Medea mit ihrem Plymouth Neon by Chrysler, kurz mit ihrem Auto, abgeholt. Beide haben soeben ihr Studium in Ohio erfolgreich abgeschlossen und werden im August heiraten. Zeit also für einen Road-Trip nach Texas! Nach einem kurzen Zwischenstopp in Pensacola/Florida zum Planschen im Golf von Mexiko hab ich dann gemerkt, dass sich nicht nur die Zeitzone (Cenral Time Zone, -7 Stunden) und das Wetter (knapp 40 Grad Celsius) geändert haben, sondern auch die Tierwelt. Von Elchen, Bären, Fledermäusen und schwarzen Eichhörnchen in Kanada zu Gürteltieren, Alligatoren, Schlangen und Haien im Süden Nordamerikas. Ich wollte mir schon zur Sicherheit einen Colt kaufen, das ist aber hier nicht so einfach, da muss man schon ein paar Tage warten.. Mit zwei gescheiten Leuten in einem Fahrzeug und Freiheit in Zeit und Raum haben wir viel über den amerikanischen Spirit, die Politik, übers Heiraten und auch über den Waffengebrauch der Amerikaner gesprochen. Angeblich hat ja jeder Texaner eine Waffe unter dem Autositz liegen. So schlimm ist es in der Realität glaub ich nicht, unnötig anlegen sollte man sich mit den Cowboys aber sowieso nicht, da die eher nach dem Motto `First shoot, then ask´ leben. Mit der Route Houston - Austin - Dallas sind wir ganz gut gefahren, insgesamt um die 1400 Meilen, das sind ca. 2300 Kilometer. Der Sprit wird in Gallonen abgerechnet - 4 Liter. Wobei 1 Liter umgerechnet 50 Euro-Cents kostet und das obwohl `Gas´ auch da teurer geworden ist.. `Everything is bigger in Texas´ steht hier oft geschrieben, ganz klar auch die Autos. Manche Hersteller bieten nämlich die `Texas Edition´ bei SUVs und Pick Ups an, die dann noch um ein Eck breiter und höher sind. Der Verbrauch dieser Riesenschüsseln ist für europäische Verhältnisse jenseits von Gut und Böse. Die Pleite und anschließende Rettung von General Motors und der Autoindustrie in Detroit ist immer noch ein Thema, auch im beginnenden Wahlkampf um die Präsidentschaft der USA im November. Es fliegen schon die Fetzen und so mancher Schmutzkübel wird bereits angerührt. Barack Obama gegen Mitt Romney wird wohl ein knappes Rennen werden, nicht zuletzt wird hier mit großer Spannung die Entscheidung des Supreme Courts zur Gesundheitsreform `Obamacare´ erwartet. Neben 24-Stunden Shops gibt es hier auch 24-Stunden Fernsehnachrichtensender, die genug Zeit haben, diesem und weiteren Themen Platz zu geben. Da wird dann jede Kleinigkeit etwas hysterisch aufgeblasen. Nicht zuletzt wird es bei der Wahl wieder um eine uramerikanische Eigenschaft gehen - Mobilisierung.
2012/06/18
Toronto
Gefühlt sind es größtenteils ÖsterreicherInnen aus der Steiermark die nach AMERICA auswandern und auch erfolgreich sind. Wie re-elected `Terminator´ Arnold Schwarzenegger und Magnat Frank Stronach, früher noch Franz Strohsack, oder auch Starkoch Wolfgang Puck der bei der Oscar-Verleihung jedes Jahr in Hollywood auftischt - obwohl genau genommen stammt der aus dem benachbarten Kärnten. In diese Tradition fallen auch die Cousinen meiner Mutter, Monika und Sonja. Die beiden haben vor über 40 Jahren einen kurzen beruflichen Aufenthalt in Toronto geplant und sind noch immer da. Ein leichter steirischer Akzent ist geblieben, nicht so ausgeprägt wie etwa bei Frank Stronach, der in Österreich mehr als unglücklich Fußball-hoppender Mäzen aufgefallen ist - in Kanada aber als erfolgreicher Manager gilt, sozial aktiv ist und beispielsweise am Wiederaufbau von New Orleans nach Hurricane Katrina finanziell mitgeholfen hat. Sonja & Claus, das sympathisch verliebte Paar in weiß am Foto siehe unten, haben mich eine Woche lang in ihrem schönen Haus in der Nähe des Lake Ontario, der aufgrund seiner Größe und der hohen Wellen Meeresähnlichkeit hat, beherbergt. Hervorheben muss ich die Küche, also das Essen - Handmade Food. Kiss the cook! Frische Früchte und Joghurt am Morgen, fabelhaft zarte und magere Steak-Filets wie auch variantenreicher Salat zum Lunch haben dazu beigetragen dass mir nach der Fast Food - Welle mit Burger und Muffins meine Hosen wieder passen. Herzhaft genossen hab ich auch die Barbecue-Time bei Monika´s Sohn Peter, dessen entzückender Frau Celeste und deren Söhnen Peter jr. und Baby Matthew (nicht am Bild, schläft gerade). Nachdem ich vor der Reise meine Haare hab schneiden lassen und sie nicht unbedingt mehr werden, habe ich dieses Mal auf einen Schnitt im mittlerweile verkauften Friseur-Salon von Sonja & Claus verzichtet, mich nach 2 Jahren aber wieder anschauen lassen. Der freundliche Small Talk der als Ice-Breaker wunderbar funktioniert, ist vielleicht oberflächlich - beiden Gesprächspartnern ist das meistens vollkommen klar, erleichtert aber den Beginn eines jeden Gesprächs unheimlich. Das Klischee, dass Austria mit Australia verwechselt wird, kann ich bestätigen. Mit Austria verbindet man gemeinhin `Sound of Music´ und Mozart kennt man noch immer. Dass Christoph Waltz und Red Bull aus Österreich kommen muss ich bei großem Staunen erklären, sind aber ein Begriff. Viel geredet wie wichtige Lebensweisheiten gelernt habe ich an gemeinsamen Abenden bei einem Glas Wein und der Musik von Leonard Cohen, ebenfalls Kanadier. `The past is history, the future is mystery and the present is a present´ zum Beispiel oder `When you snooze you lose´ - wie wahr. Tief gehend auch die Gespräche mit Monika, die mittlerweile ein Limo-Service betreibt und mir auch die abschließende Fahrt zum Flughafen mit ihrem Geschäftspartner Samson gesponsert hat. Zum ersten Mal bin ich traurig dass ich weiterziehe, aber I´ll be back!
2012/06/12
Québec City
`Wie albern und verblödet uns der Gedanke eine Königin zu haben auch vorkommen mag, als Amerikaner müssen wir freundliche und rücksichtsvolle Gastgeber sein´ - dieses bekannte Filmzitat aus `The Naked Gun´, mit dem leider schon verstorbenen Kanadier Leslie Nielsen in der Hauptrolle, trifft sinngemäß den Geschmack der Québecerinnen und Québecer. Dass die Engländer die Franzosen 1762 im Siebenjährigen Krieg im Kampf um Nordamerika besiegt haben, merkt man hier nicht. Québec war und ist das gepflegte Zentrum der Frankokanadier, die Anglokanadier sind in Ottawa abwärts und seitwärts zu Hause. Ob Québec über den Kontinent hinaus AMERICA ist, kann man wohl stundenlang diskutieren, dabei Bordeaux trinken und ins Baguette beißen. Gesprochen und beschildert wird auf jeden Fall nur mehr französisch. Die jetzt diamantene Queen Elisabeth II. lächelt zwar vom 20 Dollar-Schein, war aber schon lange nicht mehr da in der schönen Stadt am Fleuve Saint Laurent, dem Sankt Lorenz Strom - dafür aber William & Kate. Wer jetzt an die Fernseh-Eltern von Alf denkt - liegt falsch. Apropos Familie: Meine Queen heißt Tante Trude, eine weite Verwandte - die Cousine meines Großvaters. Sie lebt seit über 40 Jahren in Québec City. Kurzer Steckbrief: 90 Jahre alt, Ärztin im Ruhestand, Apple-Userin, isst gerne Fisch, spricht französisch, deutsch, englisch und italienisch. Sie kennt die Meta-Ebene also nicht nur vom Hören/Sagen. Diese Frau ist im Kopf fitter als so manch 30-jährige und auf den Beinen, mit kleinen Pausen, knapp über 60. Mit mir spricht sie Alt-Wienerisch mit teils französischer Aussprache. Grüß dich und so.. Wo hast du dein Appartement? .. Besser sie redet, ich höre zu und lerne. Viele Geschichten über die Historie Québecs, über Kirche und Nazis sowie Anekdoten und Erinnerungen an ihren vor 12 Jahren verstorbenen Mann Herbert, der ein lustiger Zeitgenosse gewesen sein muss. Bei meinen Bemerkungen muss ich alles geben. Es soll ja gscheit sein oder zumindest passen. Wenns passt, wird die kurze Meldung mit einem Lächeln quittiert. Das heißt aber schon was und ich freu mich. Wenn nicht, redet sie einfach weiter. 4 Tage ist das so gegangen und es war ein Erlebnis. Beim Abschied hat sie mir ein Bussl rechts auf die Wange gegeben, eines reicht, kurzes Lächeln und weg war sie - oder ich. Le adieux á la reine!
2012/06/06
1000 Islands and Canadian Mystery
Gananoque, kurz Gan, befindet sich im Grenzgebiet zu den USA und ist nur ein kleines Fleckerl auf der kanadischen Landkarte. Zu Wald und Wasser kommen hier noch über 1000 kleine, teils bewohnte Inseln hinzu. Das macht es zu einem besonderen Ort und es hat Herz - wie auch meine ehemalige Arbeitskollegin Martina und ihre Reisekumpanin Manuela. Die M&M´s, wie ich sie liebevoll nenne, haben mich in Montréal mit ihrem Flitzer abgeholt, mit in die Provinz genommen und ich hab seit 10 Tagen wieder österreichisches Deutsch gesprochen. Vorher hab ich bei Heimweh immer Falco mit `Vienna Calling´ oder `Auf der Flucht´ gehört. Das war der Porno-Killer von Montréal ja nicht lange.. Wie dann der Toronto-Schütze im Einkaufszentrum durch gedreht hat, haben die M&M´s und ich über die kanadischen Axt-Mörder gescherzt, obwohl schon ein bisschen Ernst dabei war. Und bei der Meldung dass ein Schwarzbär, die zu 90% Vegetarier sind, einen Mann in den Whirlpool gestoßen hat und die Polizei den Bären aus Verzweiflung erschießen hat müssen, hab ich mir gedacht - Tierwelt und Menschen meinen es nicht immer gut. Der Mann im Pool hat übrigens überlebt.. Neben dem ganzen Sex & Crime waren die Unterhaltungen mit den M&M´s schon lehrreicher. Die Zahnräder drehen sich immer noch. Sie haben mir aber kalt/warm gegeben. Beim Shoppen setzen Frauen unendliche Energien frei, in einem schwachen Moment hab ich das vergessen. Ich habe während der Shopping-Tour irgendwann aufgehört die Geschäfte zu zählen, aus Erschöpfung bin ich bei der Heimfahrt am Rücksitz eingeschlafen. Und ich habe gelernt, dass für Frauen Männer entweder Kotzbrocken oder schwul sind. Den Mittelweg - das ist was Frauen wollen. Das zu schaffen ist wohl der Jackpot für beide Geschlechter. Unsere gemeinsamen Veranda-Theorien werden wohl in die Geschichte eingehen - zumindest in die Analen.
2012/06/01
Mutek Festival
Schöne Frauen und Dummheit sind ja angeblich auf der ganzen Welt gleichmäßig verteilt. Was ersteres betrifft hat Montréal Glück gehabt, oder besser die Männer vor Ort inklusive mir. Als Erklärung dient vielleicht - Montréal ist eine Insel. Oder ich hab hier einfach ein paar gute Tage erwischt. Nächste Woche stehen der `Formel I - Grand Prix´ und das `Beer Festival´ auf dem Programm. Auch nicht schlecht.. Diese Woche gibts ganz andere Töne. Seit Mittwoch bis Sonntag läuft das `Mutek Festival´ - festival international de créativité numérique et de musiques électroniques. Man kann sich schon was vorstellen drunter, obwohl sich mein Französisch auf Begrüßungen und Verabschiedungen beschränkt. Bonjour, Salut und Au Revoir gehen schon recht geschmeidig über die Lippen.. Gestern Abend war ich im Métropolis - salle de spectácle. Und es war ein Spektakel, zwar mit saftigem Eintritt dafür mit überdimensionalen Visuals, einer tobenden Menge und einem 2 Stunden durchknieenden DJ Jeff Mills. Beim Heimgehen hab ich dann noch mehr zufällig als absichtlich 2 der insgesamt 8 Hausfassaden-Videoinstallationen in der Stadt gesehen. Trés bien!
2012/05/30
Montréal
Adirondack - diese leicht unförmig auszusprechende Amtrak-Zuglinie hat mich langsam aber sicher nach Kanada gebracht. Alles in allem hat es knapp 12 Stunden gedauert. Es ist so ein Zug wo man vorne aussteigt zum Blumen pflücken und dann beim letzten Waggon wieder zusteigt und es ist nichts passiert. Aber genau richtig nach dem hektischen New York - Trip, Wasser und Wald beruhigen. Nach der New York Attitude - also mehr cool und tough, nicht unbedingt freundlich, erlebt man in Montréal das Gegenteil. Gleich bei der Taxifahrt vom Bahnhof zum Hotel ist mir das beim Fahrer aufgefallen. Erstens hat er meinen Koffer in den Kofferraum gehoben, zweitens hat er wegen einer Studenten-Demo, die protestieren seit über einer Woche täglich gegen höhere Studiengebühren, gemeint ich soll das letzte Stück laufen sonst kostet mich das 10 Dollar mehr und drittens ist er auf der Seite der Demonstranten. Mehr Europa und weniger USA - hat er gesagt. Tagsüber habe ich festgestellt, Montréal ist eine smarte Stadt. Very arty, mehr Bistros und Cafés, kleine Stores und es riecht besser. Man merkt gleich dass hier die Franzosen ihre Finger im Spiel (gehabt) haben.
2012/05/28
Coney Island, Blip Festival and Memorial Day
Jetzt ist es fix, ich werde bei den Olympischen Spielen in London im "Gehen" an den Start gehen.. Das sieht zwar blöd aus tut aber auch weh. Deswegen habe ich Manhattan verlassen und bin gestern nach Brooklyn auf Coney Island, der Donauinsel inklusive Würstelprater der New Yorker. Heute ist Memorial Day, das Gedenken an die Kriegsgefallenen, und der wird in den USA dementsprechend pathetisch gefeiert. Ich finds lustig, hier treiben sich zig Matrosen und andere Militärs in der Stadt herum. Hab zufällig ein Konzert der Matrosen-Dixie-Band am Times Square mitbekommen, Riesenwirbel! Auf jeden Fall sperren am Memorial-Weekend die Strände und Bäder auf, kurz, der Sommer ist eröffnet! Und nachdem es in den letzten beiden Tagen sonnige 25 Grad gehabt hat, also 80 Grad Fahrenheit (minus 30 durch 2), bin ich etwas rot im Gesicht und frage mich ob mir bald die Haut abgeht. Apropos eitel. Vor Coney Island war ich ja noch in Williamsburg/Queens und hab mir die Hipsters mit ihren Radln angesehen. Darauf hin bin ich mit dem Schiff den East River wieder zurück nach Manhattan, weil ich hab da kein Radl und zu Fuß gehen.. Höher als durchschnittlich war die Schnauzbart-Dichte dann auch beim `Blip-Festival´ gestern Abend im Gramercy Theatre, 750 Meter von meinem Hotel. `Rising from the ashes of antiquated computers and forgotten video consoles comes the audio/visual onslaught that is Blip Festival´. D.h. es sind je nachdem DJs und Musiker-Combos auf der Bühne gestanden, wo zumindest einer einen alten Game Boy in der Hand gehalten hat. Ausgehend von den alten Spiele-Melodien der Analogzeiten gabs im 40 Minuten-Takt die Techno, Pop und Metal - Digitalisierung zu hören und sehen. Chip Music! Bei Vorzeigen eines Game Boy - Rabatt beim Eintritt. Dazu die Visuals im verpixelten (Super-) Nintendo-Style.. Einfach großartig!
2012/05/26
New York City
Nach 9 Stunden Flug und 2 Stunden Anstehen bei den (elektronischen) Fingerabdrücken inklusive Passkontrolle hab ich sie erreicht, die Hauptstadt der Welt - New York. Seitdem erinnert mich mein Schlafrhythmus an die der Radiozeit. Ja, es gibt ihn den Jetlag. Seit 4:52 am bin ich jetzt schon munter. Aber das macht nichts, diese Stadt schläft wirklich nicht. Nach einer morgendlichen Zigarette vor dem Hotel, Rauchen darf man hier nur mehr im Freien aber nicht in Parks, sind mindestens 15 yellow cabs an mir vorbei gefahren und ebenso viele Betrunkene an mir vorbei gegangen. Aber nichts gegen den Trubel auf der 5th Avenue oder am Times Square gestern. Bin dann etwas ausgewichen Richtung Gramercy und Greenwich Village - ja hier lieben die New Yorker ihre Hunde und ihre Bio-Läden. Sehr schöne Menschen gibts da und selbst die Hundescheiße riecht nach Rosen. Hier gibts alles - und von allen Menschen sehr viele. Das ist sehr interessant, zwischendurch aber auch etwas anstrengend. Um die Massen und den Jetlag in den Griff zu bekommen nehme ich mir ein Beispiel an einem New Yorker der alles richtig macht.