Adirondack - diese leicht unförmig auszusprechende Amtrak-Zuglinie hat mich langsam aber sicher nach Kanada gebracht. Alles in allem hat es knapp 12 Stunden gedauert. Es ist so ein Zug wo man vorne aussteigt zum Blumen pflücken und dann beim letzten Waggon wieder zusteigt und es ist nichts passiert. Aber genau richtig nach dem hektischen New York - Trip, Wasser und Wald beruhigen. Nach der New York Attitude - also mehr cool und tough, nicht unbedingt freundlich, erlebt man in Montréal das Gegenteil. Gleich bei der Taxifahrt vom Bahnhof zum Hotel ist mir das beim Fahrer aufgefallen. Erstens hat er meinen Koffer in den Kofferraum gehoben, zweitens hat er wegen einer Studenten-Demo, die protestieren seit über einer Woche täglich gegen höhere Studiengebühren, gemeint ich soll das letzte Stück laufen sonst kostet mich das 10 Dollar mehr und drittens ist er auf der Seite der Demonstranten. Mehr Europa und weniger USA - hat er gesagt. Tagsüber habe ich festgestellt, Montréal ist eine smarte Stadt. Very arty, mehr Bistros und Cafés, kleine Stores und es riecht besser. Man merkt gleich dass hier die Franzosen ihre Finger im Spiel (gehabt) haben.
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