2012/06/27

Don´t mess with Texas

Nach einem knapp 3-stündigen Flug von Toronto nach Tampa in Florida bin ich jetzt im Süden der USA gelandet. Wunderbar getimed haben mich Ph.D. Christoph und MA Medea mit ihrem Plymouth Neon by Chrysler, kurz mit ihrem Auto, abgeholt. Beide haben soeben ihr Studium in Ohio erfolgreich abgeschlossen und werden im August heiraten. Zeit also für einen Road-Trip nach Texas! Nach einem kurzen Zwischenstopp in Pensacola/Florida zum Planschen im Golf von Mexiko hab ich dann gemerkt, dass sich nicht nur die Zeitzone (Cenral Time Zone, -7 Stunden) und das Wetter (knapp 40 Grad Celsius) geändert haben, sondern auch die Tierwelt. Von Elchen, Bären, Fledermäusen und schwarzen Eichhörnchen in Kanada zu Gürteltieren, Alligatoren, Schlangen und Haien im Süden Nordamerikas. Ich wollte mir schon zur Sicherheit einen Colt kaufen, das ist aber hier nicht so einfach, da muss man schon ein paar Tage warten.. Mit zwei gescheiten Leuten in einem Fahrzeug und Freiheit in Zeit und Raum haben wir viel über den amerikanischen Spirit, die Politik, übers Heiraten und auch über den Waffengebrauch der Amerikaner gesprochen. Angeblich hat ja jeder Texaner eine Waffe unter dem Autositz liegen. So schlimm ist es in der Realität glaub ich nicht, unnötig anlegen sollte man sich mit den Cowboys aber sowieso nicht, da die eher nach dem Motto `First shoot, then ask´ leben. Mit der Route Houston - Austin - Dallas sind wir ganz gut gefahren, insgesamt um die 1400 Meilen, das sind ca. 2300 Kilometer. Der Sprit wird in Gallonen abgerechnet - 4 Liter. Wobei 1 Liter umgerechnet 50 Euro-Cents kostet und das obwohl `Gas´ auch da teurer geworden ist.. `Everything is bigger in Texas´ steht hier oft geschrieben, ganz klar auch die Autos. Manche Hersteller bieten nämlich die `Texas Edition´ bei SUVs und Pick Ups an, die dann noch um ein Eck breiter und höher sind. Der Verbrauch dieser Riesenschüsseln ist für europäische Verhältnisse jenseits von Gut und Böse. Die Pleite und anschließende Rettung von General Motors und der Autoindustrie in Detroit ist immer noch ein Thema, auch im beginnenden Wahlkampf um die Präsidentschaft der USA im November. Es fliegen schon die Fetzen und so mancher Schmutzkübel wird bereits angerührt. Barack Obama gegen Mitt Romney wird wohl ein knappes Rennen werden, nicht zuletzt wird hier mit großer Spannung die Entscheidung des Supreme Courts zur Gesundheitsreform `Obamacare´ erwartet. Neben 24-Stunden Shops gibt es hier auch 24-Stunden Fernsehnachrichtensender, die genug Zeit haben, diesem und weiteren Themen Platz zu geben. Da wird dann jede Kleinigkeit etwas hysterisch aufgeblasen. Nicht zuletzt wird es bei der Wahl wieder um eine uramerikanische Eigenschaft gehen - Mobilisierung.




2 Kommentare:

  1. 3 typische amis :) gruss an medea und glückwünsche!

    Lg
    Hansi

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  2. Hey Hansi! Beide sind bald wieder in Wien, schon im Juli! :-) .. LG

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